Feminismusdiskussion FemDisk - Was in der blauen Burg nicht bleiben durfte
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Forenübersicht » Allgemeine Diskussionen » Beitrags-Exil » Was in der blauen Burg nicht bleiben durfte

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Beelzebub ist offline Beelzebub  
Was in der blauen Burg nicht bleiben durfte
207 Beiträge - Mitglied
Beelzebub`s alternatives Ego
Sawadee miteinander

Während der selbsternannte Monarsch Max sich im Gelben Forum als der großartige Hüter der Meinungsfreiheit mausig macht, gelten für sein eigenes Forum - auch im freien Teil,dem "Beitragsexil",wo jeder veröffentlichen darf - offenbar andere Regeln. Folgender Kommentar zu einem Kommentar des Monarschen blieb dort nicht lange stehen:



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von Max

Den folgenden Artikel aus dem Tagesspiegel werde ich noch kommentieren, wenn ich Zeit habe.



... hoffentlich reicht mir die Zeit jetzt.


Wie’s manchmal so geht, habe ich gerade etwas Zeit, den Kommentar des Hornochsen zu kommentieren.

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Alan Posener, Korrespondent der Zeitung „Die Welt“, untersucht in seinem neuen Buch, wie aus Joseph Ratzingers „abgrundtiefem“ Pessimismus „Benedikts Kreuzzug gegen die Moderne“ wurde.



... da stellt sich natürlich als erstes gleich die Frage: Wer untersucht hier wen? Wer ist Alan Posener? Daß eine solche Frage heutzutage nicht gerne mehr gestellt wird, in Zeiten, in denen Saftschubsen Ministerpräsidentinnen, Provinzphysikerinnen Bundeskanzler und Terroristen Außenminister werden können, ist klar.


Wirklich eine scheußliche Sache, diese Demokratie. Da darf einfach jeder, und sei es auch ein dahergelaufener Buskutscher, für jedes Regierungsamt kandidieren, und wenn er die erforderliche Stimmenmehrheit zusammenkriegt, dann bekommt er das Amt sogar. Wäre es nach der heiligen Mutter Kirche gegangen, dann wäre eine derart gottlose Gesellschaftsordnung niemals aufgekommen.

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Wikipedia hat Folgendes geschrieben:
Alan Posener (* 1949 in London) ist ein britisch-deutscher Journalist. Väterlicherseits aus einer liberalen deutsch-jüdischen ...



... aha. 1949 geboren, 1968 also neunzehn und somit im besten Utopistenalter.


Kleine Ergänzung: Laut Welt http://debatte.welt.de/mitglieder/148/Alan%2BPosener verbrachte Posener seine Kindheit in Kula Lumpur und besuchte später ein Internat bei Ipswitch sowie eine Reformschule in West-Berlin.
Da merkt man mal wieder, wie prägend für’s Leben die Kindheit doch sein kann, was es für einen Unterschied macht, ob jemand bereits in Kinderjahren die weltläufige Atmosphäre in einem der schönsten Teile des damals noch existierenden britischen Empires genießen konnte, oder ob ihn ein ungnädiges Schicksal dazu verdammt hat, im muffigem Mief bajuwarischer Provinz aufzuwachsen, geduckt unter den Rohrstock des Dorfschulmeisters (in Bayern gab’s in vor-68er Zeiten ein „Gewohnheitsrecht“ der Lehrer auf systematische Kindesmisshandlung) wo man sich bereits 30 km vom Heimatkaff entfernt als „in der Fremde“ zu fühlen pflegte.

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Wikipedia hat Folgendes geschrieben
Posener studierte Germanistik und Anglistik an der FU Berlin und der Ruhr-Universität Bochum. Dabei war er als Kader des Kommunistischen Studentenverbands und der maoistischen KPD aktiv.


... wir halten also fest: Der Mann, der sich hier im Folgenden mit Papst Benedikt beschäftigt, ist (ehemaliger?) Kommunist


Winston Churchill soll mal gesagt haben: „Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz, und wer es mit 40 immer noch ist, hat keinen Verstand.“
Posener hat offenbar beides.

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und entstammt väterlicherseits einem "liberalen deutsch-jüdischen" Elternhaus.


Was will uns der Hornochse mit diesem Hinweis eigentlich sagen? Dass die Juden halt doch unser aller Unglück sind?

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Der Tagesspiegel allerdings dient uns den Herrn Posener hinterfotzig als Korrespondenten der WELT an,


Dieses elende kommunistische Kampfblatt! Schreibt einfach die Wahrheit, was für eine bodenlose Schweinerei!

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Die akademischen Würden des Papstes brauche ich wohl nicht näher zu erläutern. Sie stehen haushoch über denen von Posener.


Wer wäre besser geeignet, die akademische Ausbildung anderer zu bewerten, als ein Buskutscher und Absolvent einer bajuwarischen Dorfschule, der eine Universität allenfalls dann von innen gesehen hat, wenn er mal dringend auf’s Örtchen musste und die Uni die nächstgelegene Gelegenheit dazu bot.

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Der "Tagesspiegel" hat Folgendes geschrieben:
Mit sieben Jahren ist die Lieblingsbeschäftigung von Joseph Ratzinger „Messe spielen“, seine Lieblingslektüre das Messbuch. Als Zwölfjähriger kommt er ins Priesterseminar, mit 30 ist er Professor. Glaubt man seiner Autobiografie, dann war der einzige Knick in seinem Leben die Ablehnung seiner Habilitation durch den Zweitgutachter. Die erste Begegnung dieses furchtbar weltfremden Mannes mit der Welt, die anders dachte als er, geriet zur Katastrophe. 1968 brüllten ihn Studenten an der Universität nieder. Ratzinger zog sich zurück. Heute ist er Papst und der mächtigste Religionsführer der Welt.



... die übliche Linkentaktik: Erst mal wird derjenige, über und gegen den es gehen soll, ein wenig klein gemacht und belächelt.


Ach! Jemand, von dem gesagt wird, er habe bereits mit 12 ein Priesterseminar besucht und sei mit 30 Theologieprofessor geworden wird also „kleingemacht“

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Dadurch erhöht sich der "gerechte Kritiker" selbst. Sein Pech nur, daß es Köniche gibt, die nicht so blöde sind, auf derlei Mätzchen hereinzufallen.


Pech für selbsternannte Monarschen, dass sie mitunter nicht merken, was für einen Bullshit sie immer wieder absondern.

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Richtig ist: Heute ist er Papst und der mächtigste Religionsführer der Welt.


Weil sein Bruder im Geiste, Khomeini, nicht mehr unter uns weilt.

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Der Tagesspiegel hat Folgendes geschrieben:
Alan Posener, Korrespondent der Zeitung „Die Welt“, untersucht in seinem neuen Buch, wie aus Joseph Ratzingers „abgrundtiefem“ Pessimismus „Benedikts Kreuzzug gegen die Moderne“ wurde. Entstanden ist keine wissenschaftliche Abhandlung, kein Buch für Liebhaber der Theologie, sondern eine Streitschrift.



... natürlich: Streitschrift. Wenn der Linke schon keine Argumente hat - streiten kann er immer.


Alter katholischer Kardinalfehler: das Unterschätzen von Streitschriften. Etwa jene 95 Punkte umfassende Streitschrift, die Anno 1517 von einem bis dahin völlig unbekannten Augustinermönch publiziert wurde. Er soll sie angeblich u.a. an die Tür der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen haben. Die Folgen dieser Streitschrift liegen der guten alten seitdem nicht mehr ganz allein seligmachenden Mutter (katholische) Kirche bis heute schwer im Magen.

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Der Tagesspiegel hat Folgendes geschrieben:
Eine schonungslose, bisweilen zynische Abrechnung. Posener geht es um den Politiker Ratzinger, den er für gefährlich hält.



... Streitschriften über den "Politiker Ratzinger" sind in etwa so sinnvoll, wie welche über den "U-Boot-Kommandanten Wolpertinger". Papst Benedikt ist kein Politiker. Daß Ratzingers Reden und Publikationen für politischen Zündstoff gesorgt haben und sorgen, liegt allein daran, daß sie nicht auf dem Mond, sondern auf Erden zur Kenntnis genommen werden. (…) Meine ukrainische Putzfrau äußert sich hin und wieder ebenfalls politisch. Dennoch habe ich sie noch nie meine "Politikerin ukrainische Putzfrau" genannt.


Der Hornochse nimmt eine schöne Zukunft vorweg, in der die politischen Statements des Pontifax nicht mehr Gewicht haben, als die einer ukrainischen Fußbodenkosmetikerin. Zwar sind wir auf dem Weg dahin schon ein gutes Stück vorangekommen, niemand muss heute noch, welche Meinung er auch immer äußert, die „heilige“ Inquisition (*angeekelt ausspuck*) fürchten, der Herr Ratzinger bis zu seiner letzten Beförderung noch vorstand, doch ganz ist das Ziel noch nicht erreicht. Aber keine Sorge, wir gottlosen Kommunisten arbeiten daran.

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Der Tagesspiegel, den Studienrat Posener zitierend, hat Folgendes geschrieben:
Weil er die Werte, auf denen unsere liberale Demokratie basiert, umdeuten und die Grundpfeiler unserer Gesellschaft umstoßen wolle.


... und so ein Schwachmat hat Schulbücher geschrieben? Da wundert einen nun wirklich nichts mehr. Schwadroniert von Werten daher wie der Blinde von der Farbe. Auf welchen Werten basiert denn unsere ach so liberale Demokratie, Herr Studienrat Posener? Und was wären denn ihre Grundpfeiler? Hat die Französische Revolution Werte und Grundpfeiler geschaffen? Und wenn ja: Woher hat sie die denn genommen?
Oder ist das für einen Linken schon zu weit gefragt?


Es ist wirklich ein Jammer, dass man den Hornochsen & seinesgleichen nicht einfach in eine Zeitmaschine stecken und in die Zeit vor 1789 zurückbeamen kann, woselbst die sich dann als so gut wie völlig rechtlose leibeigene Bauer krumm schuften dürfen, auf dass sich Adel & Klerus von den Früchten ihrer (der Bauern) Arbeit ein feines Leben machen.

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Der Tagesspiegel, Herrn Studienrat Posener zitierend, hat Folgendes geschrieben:
Sei es die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die sexuelle Selbstbestimmung aller Menschen, die Freiheit der Wissenschaft oder die Trennung von Staat und Kirche – Benedikt sieht in den Errungenschaften der Moderne nichts als eine gigantische „Diktatur des Relativismus“, wie der Autor mit reichlich Zitaten aus Papst- und Bischofsreden belegt.



... "Errungenschaften" enthält doch schon die erste unbewiesene Behauptung.


Der Hornochse scheint der Ansicht zuzuneigen, dass Grund- und Menschenrechte einfach so von Himmel gefallen sind.
Und was die sexuelle Selbstbestimmung betrifft: in der Gesellschaftsordnung von vor 1789, die er so toll findet, hätte der Hornochse seine eigene Frau gleich nach der Hochzeit auf Verlangen seinem Grundherrn zwecks Entjungferung überlassen müssen, wenn der es verlangt hätte. Dieses sog. ius primae noctis war übrigens bestens mit den katholischen Vorstellungen von Sexualmoral vereinbar. Jedenfalls haben die Pfaffen jahrhundertelang nichts dagegen gesagt.

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Und selbst wenn der Papst in diesen "Errungenschaften" nichts weiter sehen sollte als die „Diktatur des Relativismus“, dann wäre nicht zu kritisieren, daß er das so sieht, sondern es wäre darzulegen, warum er das falsch sieht.


Wo steht in Stein gemeißelt, dass man als vernunftbegabter Mensch mit funktionierendem Verstand auch noch auf den unsäglichsten Schwachsinn eingehen muss? Es geht völlig in Ordnung und ist absolut nicht zu beanstanden, wenn jemand es ablehnt, nach Beginn des 21. Jahrhunderts wertvolle Lebenszeit damit zu verschwenden, Dispute darüber zu führen, ob Sklaverei besser sei als Freiheit, ob manche Menschen qua Geburt was besseres seien als andere oder ob man der Erlaubnis einer angeblich moralisch höher stehenden Instanz bedürfe, um behaupten zu dürfen, die Erde kreise um die Sonne und nicht umgekehrt.

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Der Tagesspiegel hat Folgendes geschrieben:
Poseners Abrechnung mit dem Papst ist zugleich eine leidenschaftliche Verteidigung unserer Demokratie: Dass für aufgeklärte Zeitgenossen Homosexuelle keine schlechteren Menschen sind als Heteros, dass sich auch Bischöfe verspotten lassen müssen und sich Paare scheiden lassen, beruht darauf, dass es im öffentlichen Leben keine unhinterfragbare Instanz mehr gibt und schon gar keine göttliche Wahrheit.



... Nummer eins sehe ich unsere Demokratie ungern von (Ex?) - Maoisten verteidigt.


Warum sollte man sie überhaupt verteidigen? Demokratie, das ist doch jene gottlose Gesellschaftsordnung, deren Existenz durch die schröckliche französische Revolution erst möglich wurde.

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Nummer zwei kann ich keine qualitative Steigerung im "aufgeklärten Zeitgenossen" gegenüber dem "einfachen Zeitgenossen" erkennen, da letzterer in seinen Auffassungen sozusagen zwangsaufgeklärt ist.


Wie das? Der Hornochse liefert doch selber immer wieder den Beweis, dass in einer zwar aufgeklärten, aber auch freien Gesellschaft jeder so dumm sein darf, wie er will.

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Nummer drei scheint es sich bei der Tatsache, daß "sich auch Bischöfe verspotten lassen müssen und sich Paare scheiden lassen" und "dass es im öffentlichen Leben keine unhinterfragbare Instanz mehr gibt und schon gar keine göttliche Wahrheit" wohl um diese ominösen "Errungenschaften" zu handeln, von denen Posener weiter oben schwadroniert und von denen er offensichtlich unterstellt, daß die ihrerseits unhinterfragt hinzunehmen seien.


Die „offensichtliche“ Unterstellung existiert nur in des Hornochsen Oberstübchen.

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Warum das so sein soll? Da bleibt uns der smarte Herr Studienrat die Antwort einfach schuldig. Womöglich hat er sich diese Fragen auch gar nicht gestellt.


Hat er wahrscheinlich auch nicht, weil er, als jemand, der seine Ausbildung zumindest teilweise im angelsächsischen Kulturraum absolviert hat, das Glück gehabt haben dürfte, sich intensiver mit den Ideen Karl Poppers auseinandersetzen zu können, als das in Deutschland, insbesondere Bajuwaristan der Fall ist.

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Ich kann schon begründen, warum Linke die Pest sind.


Weil sie dem Hornochsen nicht ins Weltbild passen.

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Und würde ich denken wie Posener, dann könnte ich sogar begründen, warum man sie ausrotten müsste.


Der Hornochse denkt schon deswegen nicht wie Posener, weil er überhaupt nicht denkt. Und ausrotten will er die Linken - das sind alle, deren Ansicht ihm nicht gefällt, ohne dass er jedoch begründen könnte, warum – tatsächlich nicht. Nur will er sie alle miteinander mal aufhängen, mal „fuessilieren“.

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Um die Spielregeln wird gerungen und gestritten. So ist Demokratie



... aha. Der Tagesspiegel erscheint anscheinend am Wohnort des Studienrats Posener: Wolkenkuckucksheim.


In des Hornochsen Wunschwelt gibt’s da kein Vertun: Spielregeln werden dort durch Befehl bekanntgegeben, und dann haben alle zu gehorchen. Ist ja auch viel bequemer so, nimmt einem jede Menge anstrengender Denkarbeit ab.

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Sie basiert auf Toleranz, Vertrauen und darauf, dass nicht eine Meinung alles ist, sondern alle Meinungen relativ sind. Dieses Abwägen, Relativieren, das für Posener sozusagen das Schmieröl unseres Gesellschaftssystem ist, das sei für den Papst das Schlimmste überhaupt.



... was für Posener das "Schmieröl" ist, das ist für den Papst (und mich) die express-Strecke in die Lügenhaftigkeit. Die wahrheit ist absolut. Wahrheit ist nie relativ. Entweder es ist etwas wahr, oder eben nicht. So einfach und undemokratisch ist das mit der Wahrheit.


Um noch mal auf die Lehre Poppers zurückzukommen: dieser ist zu der wohl zutreffenden Ansicht gelangt, dass es eine endgültige absolute Wahrheit nicht gibt, bzw., was auf dasselbe hinausläuft, diese Wahrheit niemand kennt. Was wir (und mit „wir“ sind Gurus, Ayatollahs und Päpste jeder Couleur ausdrücklich mitgemeint) für Wahrheit halten, sind lediglich Aussagen, die noch nicht widerlegt worden sind. Vielleicht sind die Aussagen tatsächlich wahr, vielleicht fehlt es bislang nur am Gegenbeweis. Erkenntnisfortschritt besteht folglich darin, dass immer weniger nicht widerlegte Aussagen übrig bleiben, so dass man sich der Wahrheit (so sie denn existiert) zwar annähern kann, ohne sie jedoch jemals zu erreichen.
Und weil es keine endgültige Wahrheit gibt, gibt es auch keine endgültig „richtige“ Gesellschaftsordnung. Jede Regel des gesellschaftlichen Zusammenlebens muss prinzipiell offen dafür sein, widerlegt und durch eine andere und bessere ersetzt zu werden. Die wichtigste Anforderung an eine Gesellschaftsordnung besteht darin, diese Offenheit sicherzustellen.
Zu diesen Ansichten gelange Popper übrigens nicht aus einer Laune heraus, oder weil er - lange vor dem ach so schlimmen 68er-Jahr – irgendwelche Rebellenattitüden hatte, sondern, weil er als Zeitgenosse von Hitler und Stalin ideologische Systeme kennenlernen musste (er musste als Jude 1937 aus Deutschland fliehen), die das Prinzip der Offenheit der Gesellschaft missachteten und stattdessen einen allgemeingültigen Maßstab für alle erzwingen wollten.

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Es scheint außerhalb der Vorstellungskraft des Studienrats zu liegen, daß sich nicht alles relativieren läßt, ohne daß Scheißdreck dabei rauskommt. Aber so weit reicht des Strudienrats Verstand noch: Egal, wie sehr es stinkt - Hauptsache, es ist recht demokratisch geschissen worden.


Eine wahrlich überzeugende Argumentation – und so appetitlich. Der Hornochse erinnert mich fatal an eine Radabfem im früheren „Emma“-Forum, die kein „Argument“ ohne Fäkalsprache vorbringen konnte, was ihr den schönen Nick Kwinne Kuhscheiße eintrug.

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Denn Benedikt unterstelle jedem Menschen, dass er sich im Zweifel für das Böse entscheidet. Die westliche Konsumgesellschaft diffamiere er als „Kultur des Todes“. Nur die Unterwerfung unter die Dogmen der katholischen Kirche könne das taumelnde Abendland retten, denkt Benedikt, wie Posener glaubhaft belegt.



Posener ist doch auch wieder bloß so eine linke, substanzlose Hetzfresse, die ihr diesseitiges, demokratistisch-relativistisches Glaubensbekenntnis in die Öffentlichkeit kotzt.


Kann halt nicht jeder so tolle substanzreiche Argumente vorbringen wie der Hornochse hier.
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Auch die Vernunft – neben der Fähigkeit zur Relativierung das zweite Fundament der Moderne – versuche Benedikt umzudeuten, indem er sie der Aufklärung abspreche und allein der katholischen Kirche zuschlage.



... so what? Wenn er doch angeblich Politiker ist, der Papst: Wie kommt dann ausgerechnet ein Relativist wie der Herr Studienrat Posener dazu, ihm vorzuwerfen, was er bei jedem SPD-Vorsitzenden als Selbstverständlichkeit akzeptiert? Daß die Chefs ihrer jeweiligen Einrichtungen voll und ganz hinter denselben stehen, weil sie der Ansicht sind, daß sie - und nur sie - die Weisheit mit Löffeln gefressen haben? Nicht, daß ich das so sähe! Aber Posener müßte es doch so sehen, wenn er zu seinen eigenen Überzeugungen von den "Erungenschaften" stehen will?


Nicht dass ich plötzlich Funktionäre einer korrupten, konservativen und z.T. reaktionären Partei wie der SPD verteidigen will, aber ich kann mich nicht erinnern, dass von denen jemals einer behauptet hätte, im Besitz der für die gesamte Menschheit verbindlichen absoluten und endgültigen alleinseligmachenden Wahrheit zu sein.

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Schließlich war am Anfang das Wort, der Logos, die Vernunft. Der christliche Gott sei die pure Ratio, so Benedikt, Christus die fleischgewordene Vernunft und der Vatikan die Hüterin des Ganzen. Und wenn das Vernünftige an kirchlichen Dogmen wie der Unfehlbarkeit des Papstes oder der Unbefleckten Empfängnis nicht ohne Weiteres erkennbar ist, dann sind nicht etwa die Dogmen daran schuld, argumentiere der Papst, sondern unsere Augen. Die katholische Kirche werde so zu einer Art „Persil für die grauverschleierte Ratio“, kommentiert Posener bissig



... damit dokumentiert er doch bloß, daß er vom Glauben keine Ahnung hat, mithin von dem, was die gesamte europäische Kultur bis zum ersten hirnamputierten Kommunisten durchdrungen hat, keine Ahnung hat und im Grunde dahersabbert wie der Blinde von der Farbe. Posener ist einfach ein Depp, dem es sogar noch an der Befähigung zum logischen Argumentieren mangelt.


Passt gut, das Beispiel von der „unbefleckten Empfängnis“. Zeigt sich dort doch wunderbar, wie eine simple Schlamperei eines Übersetzers, dessen Flüchtigkeitsfehler aus einer “jungen Frau“ eine “Jungfrau“ gemacht hat, sich im Lauf der Jahrhunderte zur absoluten Wahrheit gemausert hat.

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Es ist wohltuend, dass da mal einer nach den Jubelarien zu Beginn von Benedikts Amtszeit das Denken dieses Papstes ordentlich gegengebürstet hat. Man wünscht sich allerdings doch, der Auto hätte wenigstens manchmal deutlich gemacht, dass auch dieser Papst noch eine andere, den Menschen zugewandte Seite hat, wenn sie auch leider nicht die ist, die ihn leitet. Sie kam in seiner ersten Enzyklika „Deus caritas est“ zum Vorschein, die einen optimistischen, fast zärtlichen und leisen Ton anschlägt und den erhobenen Zeigefinger außen vor lässt. Bisweilen trifft Alan Poseners Zorn auch zu Unrecht alle religiösen Menschen. So sortiert er etwa auch den früheren Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde in die Fundi-Ecke ein.



... was erwarteten die Herren vom Tagesspiegel denn? Daß ein Linker sich vom Denken leiten läßt? Daß er gar der Logik gehorcht? Daß er vom Glauben was verstünde? Daß intellektueller Großmut ihm die Feder führt?


Hier schimpft der Hornochse in erster Linie auf seine eigenen Untugenden, die er – jeder Psychologe kennt dieses Phänomen – einem andern anlastet.

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Poseners Unmut ist groß. Man könnte denken, es handle sich um enttäuschte Liebe. Der Journalist beschäftigt sich seit Jahren mit religiösen Fragen und hat ein Buch über die Marienbilder der katholischen Kirche geschrieben. Er habe sich auf die Begegnung mit diesem Mann gefreut, schreibt Posener. „Aber je näher ich ihm kam, desto kleiner erschien er mir.“



... Poseners Unmut ist groß? - Oooohh! Da muß er wohl Recht haben. Noch mehr Recht hätte er wahrscheinlich nur, wenn seine Angst vor dem Papst groß wäre. Wer Angst hat, der hat nämlich am meisten Recht.
"Enttäuschte Liebe" - da könnte was dran sein. Darüber ließe sich seitenlang weiter nachdenken. Posener hat aber ein Autoritätsproblem. Das ist alles.



Das einzige, was man Posener vorwerfen könnte. Ist, dass er der Dummschwätzerei eines in längst vergangenen Jahrhunderten verhafteten Tattergreises viel zu viel Bedeutung beimisst, anstatt den Schmonzes einfach links liegen und gegen sich selbst sprechen zu lassen.

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Zehn zu Null für den Papst – Max



Und null Punkte für den Hornochsen.


Beelzebub

Der Fake-Beitrag, der kurz danach an Stelle des obigen stand, soll der geneigten Leserschaft nicht vorenthalten werden:

Mein Name ist Brezelbub, äh, Beelzebub ... der Herr der Fliegen - und ich bemühe mich bisher nach Kräften, mich wie ein Arschloch zu verhalten.

Weil ich das ändern will, werde ich mich bei den Gelben dafür einsetzen, daß die Anordnung, religionsbezogene Themen zu löschen, zurückgenommen wird - und daß den Christen die volle Redefreiheit zugestanden wird. Außerdem will ich mich dafür einsetzen, daß Mirko seinen Moderatorenstatus aberkannt bekommt. Erst dann möchte ich auch das Angebot der Blauen Burg in Anspruch nehmen, meine eigenen gelöschten Beiträge hier im Obdach für gelöschte Beiträge unterzubringen.

Beelzebub


Dieser Beitrag vom Herrn der Fliegen wurde von mir nicht etwa gelöscht, sondern nur editiert. Komisch, daß vom ursprünglichen Text so gut wie nichts mehr übrig ist.
Wie´s wohl kommt? - Max



Auf solche Verteidiger der Meinungsfreiheit hat die Welt gewartet.

Kopfschüttelnd über so viel Dummheit

Beelzebub


Der Post wurde 2 mal editiert, zuletzt von Beelzebub am 23.12.2009 - 01:24.
Beitrag vom 23.12.2009 - 01:12
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Hemsut ist offline Hemsut  
1207 Beiträge - Hardcoreposter
Hemsut`s alternatives Ego
Lieber Brezelbub,

das Unterforum heißt "Obdach für gelöschte Beiträge". Stand dein obiger Beitrag vorher irgendwo und wurde gelöscht? Nein? Dann hat er dort auch nichts zu suchen. Und schon gar nicht hat ein Beitrag in der Burg (auch nicht im Obdach) was zu suchen, in dem du den Forumsinhaber u.a. als

- dahergelaufener Buskutscher
- der Hornochse (und das nicht nur einmal, sondern mehrfach)
- Absolvent einer bajuwarischen Dorfschule
- selbsternannte Monarschen

titulierst. Du erwartest doch nicht ernsthaft, daß Max sowas stehenläßt?

So - und nun zu meiner Meinung: als ich gesehen habe, daß etwas gelöscht wurde, war ich nicht gerade begeistert . Allerdings müssen wir uns weder ins Forum noch - metaphorisch - ins Wohnzimmer kotzen lassen. Auch nicht im Obdach. Punkt. Aus. Ende jeglicher Diskussion.

Das Obdach für gelöschte Beiträge ist für Beiträge gedacht, die anderswo gelöscht wurden. Eigentlich ganz einfach, oder? Daß ich es gestern ebenfalls dazu hergenommen habe um adler zu antworten, weil ich im Gelben nicht mehr schreibe, steht auf einem anderen Blatt. Köniche und Könichinnen dürfen - besonders im eigenen Forum - nämlich ein bißchen mehr als das gemeine Fußvolk.

Gruß - Hemsut


Der Post wurde 1 mal editiert, zuletzt von Hemsut am 23.12.2009 - 07:39.
Beitrag vom 23.12.2009 - 07:38
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Mika ist offline Mika  
Ich hätte da mal eine Frage Hemsut
6 Beiträge - Einmalposter
Mika`s alternatives Ego
Moin,

ich lese grad mal ein bisserl durch die Foren - auch in der blauen Burg. Mir fällt auf:

"- dahergelaufener Buskutscher"

Max ist doch Busfahrer? Oder?

- der Hornochse (und das nicht nur einmal, sondern mehrfach)

Max ist doch Katholisch und konservativ - also rückständig und unbelehrbar. Nennt man solche Leute in Bayern nicht Hornochsen?

- Absolvent einer bajuwarischen Dorfschule

Also seine Schreibe klingt eher nicht nach humanistischem Gymnasium......

- selbsternannte Monarschen

Nennt er sich nicht selbst Könich oder so? Leichter Größenwahn würde ich mal vermuten......

....aber amüsant ist es schon......


Mika
Beitrag vom 23.12.2009 - 08:33
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Max ist offline Max  
RE:
70 Beiträge - Neuling
Zitat
Original geschrieben von Hemsut

Lieber Brezelbub,

das Unterforum heißt "Obdach für gelöschte Beiträge". Stand dein obiger Beitrag vorher irgendwo und wurde gelöscht? Nein? Dann hat er dort auch nichts zu suchen.



... das ist der Pestbrezel schon klar. Ich meine, aus einem seiner posts andeutungsweise herausgelesen zu haben, daß er Anwalt ist. Die können in aller Regel einfache Sätze verstehen. Deshalb ist es ja auch wieder "typisch Pestbrezel", daß er so tut, als hätte er das nicht verstanden. Schwallt stattdessen was von "offener Teil" der Blauen Burg daher und scheint dann selbst das noch als Einladung zu interpretieren, seine Häufchen rein zu setzen. Die Fliegen hätten dann natürlich nicht lange auf sich warten lassen. Der Brüller ist ja seine krokodilstränige Behauptung, er würde die Frage, ob sein Häufchen weggeputzt werden würde oder nicht, als Test meiner Aufrichtigkeit in Fragen der freien Meinungsäußerung verstanden wissen wollen. Ausgerechnet er, der Herr der Fliegen! - *Wuaaah-ha-ha!*-
Na ja, jetzt hat er sein Häufchen halt hier zu femdisk rübergeschaufelt, allerdings auch nicht vollständig: Mein Edit enthält nämlich am Schluß einen Link - Wie´s wohl kommt? - und nicht bloß den Linktext. Aber die Pestbrezel lügt, wenn sie bloß das Maul aufmacht. Alter Hut.
Wahrscheinlich wird´s ihr eines Tages als Berufskrankheit anerkannt werden. Doch, doch - die Linksisten machen durchaus solche Sozialgesetze ...

Sa Prezelbasher - Max
Beitrag vom 23.12.2009 - 08:39
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Aventin ist offline Aventin  
219 Beiträge - Mitglied
Aventin`s alternatives Ego
Beelzebub ? Achtung

Was soll ich von dem halten?

Kommt mir wie eine Sockenpuppe vor?

Achtung


Der Post wurde 2 mal editiert, zuletzt von Aventin am 20.01.2010 - 22:37.
Beitrag vom 20.01.2010 - 22:31
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