Feminismusdiskussion FemDisk - Mythen und Fakten zum Thema "Frauen im Berufsleben"
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Franklin ist offline Franklin  
Mythen und Fakten zum Thema "Frauen im Berufsleben"
146 Beiträge - Gelegenheitsposter
Verdienen Frauen wirklich für die gleiche Arbeit 30 Prozent weniger als Männer? Werden sie in Teilzeit- oder Niedriglohnjobs abgedrängt? Verhindern patriarchalische Männerbünde das berufliche Fortkommen von Karrierefrauen? Haben Frauen die miesen Seiten des Berufslebens gepachtet?

Wohl kaum halten sich Mythen und Legenden rund um vermeintliche Benachteiligungen von Frauen so hartnäckig wie wenn es um Berufsleben und Arbeitswelt geht. Grund genug für MANNdat, eine überarbeitete und aktualisierte Fassung des Faktenbeitrag "Frauen im Beruf: Benachteiligt und ausgenutzt?" zu veröffentlichen.

Ihr findet sie unter http://manndat.abplesk01.de/index.php?id=43 sowie als pdf-Version unter http://manndat.abplesk01.de/fileadmin/Dokumente/Frauen_im_Beruf.pdf
Beitrag vom 01.03.2007 - 20:33
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Nico ist offline Nico  
3708 Beiträge - Forengott
Nico`s alternatives Ego
Hi Franklin

DANKE!



Gruß, Jan

Beitrag vom 02.03.2007 - 01:27
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Nico ist offline Nico  
3708 Beiträge - Forengott
Nico`s alternatives Ego
Pünktlich - also kurz vor dem Frauenhuldigungstag - wird in einigen Gazetten (Provinzblättchen bis Überregionale) die alljährliche und altbekannte Jeremiade angestimmt:

"Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt noch immer benachteiligt"
(Übrigens im Wortlaut oftmals nahezu identisch - wie es nur kommt? )

Tja, aber damit nicht genug, denn das lieb gewonnene "immer noch" ist mittlerweile völlig unzulänglich, weil: die Situation hat sich verschlechtert.
Ach du je!

"Frauen sind als Arbeitnehmerinnen in Deutschland zunehmend benachteiligt. Im Jahr 2003 verdienten sie für gleiche Arbeit 23 Prozent weniger als Männer, im Jahr 2006 waren es, nach Angaben der Grünen, sogar 26 Prozent."

Eiderdaus!
Wenn ich jetzt boshaft wäre, würde ich sagen: Zu Recht!
Denn:
- seit X Jahren treiben Tausende Beauftragte und Ministerienmitarbeiter nur für Frauen Landauf Landab ihr Unwesen
- Millionen von Vorteilen, Unterstützungen, Projekten, Arbeitskreisen und Kursen nur für Frauen wurden auf den Weg gebracht
- Milliarden von Steuergeldern flossen in ausschließliche Frauenprogramme

Und was kommt dabei heraus?
Nix. Im Gegenteil. Noch weniger als nix.
Mit anderen Worten: Die Mädels haben offenbar nur Bockmist gebaut.

Aber ich bin ja nicht boshaft - deshalb sage ich so was auch nicht.

Gruß, Jan
Beitrag vom 04.03.2007 - 00:00
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nihilator ist offline nihilator  
RE:
Administrator
5308 Beiträge - Forengott
nihilator`s alternatives Ego
Also, Jan,


Zitat
Original geschrieben von Jan
Und was kommt dabei heraus?
Nix. Im Gegenteil. Noch weniger als nix.
Mit anderen Worten: Die Mädels haben offenbar nur Bockmist gebaut.



wenn Du so etwas behauptet hättest, müßte ich natürlich energisch Einspruch erheben. Bockmist, welch tief patriarchalisches Wort! Wenn schon, hätten die Mädels BöckInnenmist verzapft. Aber das ist natürlich Quatsch. Irren ist männlich.

Da Du ja aber nicht boshaft bist und so etwas also nicht behauptest, muß ich auch nicht darauf reagieren. Das ist prima.

Kurz: alles im Grünen-Bereich, und (Achtung, guter alter DDR-Spruch, bis auf das Binnen-I: ) die GenossInnen werden sich schon was dabei gedacht haben!


Gruß,
nihi


Der Post wurde 3 mal editiert, zuletzt von nihilator am 04.03.2007 - 18:53.
Beitrag vom 04.03.2007 - 00:02
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Franklin ist offline Franklin  
Leserbrief
146 Beiträge - Gelegenheitsposter
Zitat
Original geschrieben von Jan

"Frauen sind als Arbeitnehmerinnen in Deutschland zunehmend benachteiligt. Im Jahr 2003 verdienten sie für gleiche Arbeit 23 Prozent weniger als Männer, im Jahr 2006 waren es, nach Angaben der Grünen, sogar 26 Prozent."




Ouuh!, da ist aber dringend Aufklärung nötig. Hier mein soeben verschickter Leserbrief an KStA.Leserbriefe@mds.de :


Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie schreiben in Ihrem Artikel: „Frauen sind als Arbeitnehmerinnen in Deutschland zunehmend benachteiligt. Im Jahr 2003 verdienten sie für gleiche Arbeit 23 Prozent weniger als Männer, im Jahr 2006 waren es, nach Angaben der Grünen, sogar 26 Prozent.“ Dies wird nun zum Anlass genommen, durch Initiativen von Bundestag und Regierung diese Lohndifferenz abzubauen.

Dabei wird jedoch leider gerne übersehen, dass es diese Benachteiligung im Grunde gar nicht gibt. Dem „Frauen-Daten-Report“ der Hans Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2005 zufolge verdienen Frauen zwar in Westdeutschland 23 Prozent weniger als Männer, in Ostdeutschland sind es 10 Prozent. Das Gros dieser Differenz wird jedoch auf Faktoren wie Berufswahl, Branche, Dauer der Betriebszugehörigkeit und niedrigere Tarif-Wochenarbeitszeit von Frauen zurückgeführt. Rechnet man all das heraus, bleibt laut „Frauen-Daten-Report“ ein Drittel (im Westen) bzw. ein Viertel (im Osten) übrig, das nicht durch solch strukturelle Unterschiede erklärt werden kann. Das sind gerade mal 7,7 bzw. 2,5 Prozent. Diese Prozentzahlen berücksichtigen jedoch nicht die höhere Überstundenbelastung der Männer, welche die Lohndifferenz weiter verringert.

Wenn Frauen tatsächlich um 26 Prozent preiswerter beschäftigt werden können als Männer, dann frage ich mich, warum in Zeiten, in denen jeder Unternehmer händeringend nach Möglichkeiten der Kosteneinsparung für seinen Betrieb sucht, dann überhaupt noch Männer eingestellt werden. Der Umstand, dass dies immer noch geschieht, untermauert die hier behauptete Lohndifferenz nicht unbedingt.

Im Übrigen bin ich immer wieder sehr verwundert, dass eine andere „Lohndiskriminierung“ nie Erwähnung findet. Im „Gender Daten-Report 2005“ der Bundesregierung heißt es, dass teilzeitbeschäftigte Frauen (bis 18 Wochenstunden Arbeitszeit) 22 Prozent mehr verdienen als Männer. Wenn es den im Bundestag vertretenen Parteien solch ein Herzensanliegen ist, „geschlechtsspezifische Lohnunterschiede“ festzustellen und zu beseitigen, warum erwähnen sie diese „Benachteiligung“ von Männern dann niemals mit?

Es liegt die Vermutung nahe, dass es ihnen weniger um Geschlechtergerechtigkeit geht, sondern in Wahrheit vielmehr um Frauenförderung unter dem Deckmäntelchen der Gleichstellung.



Solltet ihr auch mal hinschreiben. Die freuen sich über jede Zuschrift...
Beitrag vom 04.03.2007 - 18:55
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nihilator ist offline nihilator  
RE:
Administrator
5308 Beiträge - Forengott
nihilator`s alternatives Ego
Zitat
Original geschrieben von Jan
Pünktlich - also kurz vor dem Frauenhuldigungstag - wird in einigen Gazetten (Provinzblättchen bis Überregionale) die alljährliche und altbekannte Jeremiade angestimmt:

"Frauen sind auf dem Arbeitsmarkt noch immer benachteiligt"
(Übrigens im Wortlaut oftmals nahezu identisch - wie es nur kommt? )

Tja, aber damit nicht genug, denn das lieb gewonnene "immer noch" ist mittlerweile völlig unzulänglich, weil: die Situation hat sich verschlechtert.
Ach du je!



Ja, es wird offenbar immer schlimmer statt besser. Die gefühlte Situation von Frauen ist, das muß man anahand der Publikationen sagen, heute schlimmer als sie es jemals in der Geschichte war!
Und es scheint so zu sein, daß unsere ganze ausufernde Frauenförderung diese Situation immer weiter verschlimmert. Oder würde es nur noch schneller bergab gehen, wenn es die nicht gäbe? überrascht

Der Artikel ist übrigens echt witzig. Die Verfasserin, eine Sibylle Quenett, scheint die wesentlichen Gegenargumente schon zu kennen und reagiert gleich mal vorsorglich darauf. Schön auch die Vorschläge:

"In dem Papier wird die Regierung dazu aufgerufen, in der Umgestaltung des Arbeitsmarktes die Geschlechterperspektive stärker zu berücksichtigen. Dazu solle die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Frauen gesteigert werden. Zurzeit sind knapp 60 Prozent der Frauen, aber gut 71 Prozent der Männer berufstätig."

Männer sollen also gezielt in Arbeitslosigkeit abgedrängt werden, das heißt das doch wohl. Klappt ja auch schon, bereits jetzt haben wir eine über 40% höhere Jugendarbeitslosigkeit unter Männern. Klasse Erfolg - reicht aber noch lange nicht.

Was allerdings eine Erhöhung der Frauenerwerbsquote an angeblicher Lohnungleichheit ändern soll, weiß Fräulein Quenett bzw. die Abgeordneten wohl allein.

"Die Regierung soll sich danach bei den Tarifpartnern dafür einsetzen, dass "Entgelt-Ungleichheit bei gleichwertiger Arbeit zwischen den Geschlechtern beseitigt wird". "

Ohoh, das kann aber Ärger geben. Mit der Tarifautonomie ist nicht zu spaßen.

Was sollen denn die Tarifpartner da eigentlich machen? Der letzte geschlechterungleiche Tarifvertrag ist bereits 1972 beseitigt wurden.

Am großartigsten finde ich aber diese Passage aus dem Kommentar plus jene aus dem Artikel:
"Nicht nur aus Gründen der Gleichbehandlung, sondern vor allem, damit deutsche Unternehmen auch künftig über hinreichend qualifizierte Arbeitskräfte verfügen. Sorgen bereitet schließlich nicht nur die Überalterung der Gesellschaft, sondern auch die Tatsache, dass viele Jungen in der Schule mehr und mehr zurückfallen."

"Der Bund sollte zudem auf die Länder einwirken, die Förderung von Frauen im Hochschulbereich fortzusetzen und Mädchen durch frühkindliche Bildung für technische und andere zukunftsträchtige Berufe zu motivieren."

Gegen zurückfallende Jungs in der Schule soll also mehr Mädchenförderung helfen? Nee, oder?
Ich gebe ja zu, ich habe ein bissel gebraucht, bis ich diese Aussagen richtig begriffen habe. Habe ja auch nur ein männliches Mängelgehirn. Aber schließlich hat's doch geschnackselt:

Fräulein Quenett meint, daß auf die Jungs dank Diskriminierung künftig ohnehin nicht mehr zu setzen ist. Die fallen demnächst ohnehin durch den mühsam aufgebauten Rost. Die Wirtschaft soll sich also schonmal drauf einstellen, daß sie ohne Frauen ihren Arbeitskräftebedarf nicht mehr wird decken können, da die "zurückgefallenen Jungs" ja höchstens noch für Hilfsarbeiten brauchbar sein werden. Wenigstens stellt sie sich das so vor.

Echt humanistisch und vor allem im Sinne der Gleichberechtigung gedacht. Man schämt sich nicht einmal mehr, so etwas zu veröffentlichen. Kotz


Gruß,
nihi


Der Post wurde 1 mal editiert, zuletzt von nihilator am 04.03.2007 - 19:22.
Beitrag vom 04.03.2007 - 19:21
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Nico ist offline Nico  
3708 Beiträge - Forengott
Nico`s alternatives Ego
Hi Nihi

Zitat
Was sollen denn die Tarifpartner da eigentlich machen? Der letzte geschlechterungleiche Tarifvertrag ist bereits 1972 beseitigt wurden.


Interessante Frage.
Lass mich mal überlegen:
Also tarifliche Ungleichbehandlung ist verboten und längst ad acta gelegt, dennoch will es partout nicht mit der Gleichheit klappen. Hm, da bleibt wohl nur eine Konsequenz: Es müssen wieder unterschiedliche Tarife her! Selbstredend welche, die Frauen ein höheres Entgelt zusichern. Natürlich könnte dann der Effekt eintreten, dass Arbeitgeber höchst ungern weibliche Mitarbeiter einstellen. Also sollte man vorbeugend eine für alle geltende Frauenquote von mindestens 60% (sicher ist sicher) dazupacken.
Fertig.
Und wenn mein Plan greift, können unsere lieben Mitfeministinnen wieder was von "Frauen ziehen an Männern vorbei ..." und "Domänen erobert ..." und so weiter faseln.

Ich freu mich schon.

Zitat
Fräulein Quenett meint, daß auf die Jungs dank Diskriminierung künftig ohnehin nicht mehr zu setzen ist. Die fallen demnächst ohnehin durch den mühsam aufgebauten Rost. Die Wirtschaft soll sich also schonmal drauf einstellen, daß sie ohne Frauen ihren Arbeitskräftebedarf nicht mehr wird decken können, da die "zurückgefallenen Jungs" ja höchstens noch für Hilfsarbeiten brauchbar sein werden.


Hm, eine einleuchtende Übersetzung.

Gruß, Jan


Der Post wurde 1 mal editiert, zuletzt von Jan am 04.03.2007 - 22:57.
Beitrag vom 04.03.2007 - 22:57
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